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Meta: Größter Verlust in der Geschichte der amerikanischen Börsen

Business-Leute mit Aktentaschen

Die Aktie des Facebook-Mutterkonzerns Meta Platforms, Inc. hat in den letzten Tagen stark an Wert verloren. Auslöser war der am 03.02.2022 vorgelegte Bericht über das vierte Quartal 2021.

09/21: Facebook auf Rekordhoch

Am 1. September 2021 schien die Welt beim facebook-Konzern noch in Ordnung zu sein. Die Aktie stand auf einem Rekordhoch und das Unternehmen wurde an den Börsen mit der schwindelerregenden Summe von mehr als einer Billion US-Dollar bewertet. Im Oktober veröffentlichte der Unternehmensgründer Mark Zuckerberg dann ein mittlerweile millionenfach geklicktes Video. In diesem Video verkündete er die Neuausrichtung des Konzerns auf die Eroberung des Metaversums. Sogar der Name werde geändert: Statt „facebook“ nun „Meta Platforms Inc“.

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Öffentliche Begeisterung, aber Skepsis an der Börse

Diese Ankündigung machte in der Öffentlichkeit Furore. Seit Jahrzehnten haben Begriffe wie Virtual Reality oder Cyberspace die Menschen zum Träumen gebracht. Filme und Romane haben eine Menge Erwartungen zu diesem Thema geweckt. Bislang wurden diese Erwartungen jedoch immer wieder enttäuscht. Es fehlte schlicht an der Rechenkapazität, die futuristisch-punkigen Zukunftsvisionen in die Wirklichkeit umzusetzen. Zuckerbergs Ankündigung sahen daher viele Menschen als historischen Augenblick und auch wir berichteten natürlich darüber.

An der Börse war die Reaktion weniger euphorisch. Während viele Endbenutzer bei Mark Zuckerberg auf tiefe Taschen und einen langen Atem hofften, sahen die Anleger eher ihre kurz- und mittelfristigen Renditen in Gefahr und fürchteten um die Dividende. Außerdem konnte Zuckerberg in seinem Video kaum neue Technologien oder Konzepte präsentieren. Deswegen befürchteten viele Investorinnen, dass sich das Metaversumsprojekt sogar langfristig als teurer Flop herausstellen werde. Der Aktienkurs fiel deswegen zwischen September 2021 und Januar 2022 um etwa 15 Prozent.

Quelle: tradingview.com

Katastrophaler Quartalsbericht

Am 03. Februar hat Meta jetzt seinen Bericht über das vierte Quartal 2021 vorgelegt. Laut diesem Bericht sind erstmals in der Konzerngeschichte die Nutzerzahlen der verschiedenen Plattformen gesunken. Statt des eigentlich erwarteten Milliardengewinns stand sogar ein kleiner Verlust zu Buche. Gleichzeitig wurden die bisherigen Investitionen in das Metaversumsprojekt mit etwa 10 Milliarden US Dollar angegeben und weitere Investitionen in dieser Größenordnung angekündigt. Die Folge war ein rasanter Kurssturz von etwa 25 Prozent innerhalb von nur einer Stunde. Das Unternehmen hat dabei etwa 200 Milliarden Euro an Wert verloren. Das entspricht etwa dem Gesamtwert von Unternehmen wie bspw. McDonalds oder Shell und ist der dramatischste Verlust in der Geschichte der amerikanischen Börsen.

Quelle: tradingview.com

Ungewisse Zukunft

Seit der Veröffentlichung der katastrophalen Quartalszahlen befindet sich die Aktie weiterhin im Sinkflug. Mittlerweile wird der facebook-Mutterkonzern „nur“ noch mit etwa 600 Milliarden US Dollar bewertet. Seit letztem September hat sich der Unternehmenswert also nahezu halbiert. Ob und was das für die Pläne von Mark Zuckerberg bedeutet und inwiefern sich das auch auf die Investitionsbereitschaft anderer Großunternehmen auswirken wird, bleibt abzusehen. Wir hoffen jedenfalls, dass sich die Entwicklung des Metaversums dadurch nicht erneut verzögert.

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