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Disney strebt ins Metaversum

Business-Leute mit Aktentaschen

Tech-Giganten wie Meta, Microsoft und Nvidia haben bereits letztes Jahr konkrete Pläne für die Erschaffung eigener Metaversen vorgestellt. Nun kündigt auch Walt Disney erste Schritte an. Disney-CEO Bob Chapek hat dazu bereits erste personelle Veränderungen vorgenommen.

Mike White soll Strategie entwickeln

Wie aus einem internen Memo bekannt wurde, soll der Unterhaltungsexperte Mike White die Verantwortung übernehmen. Dieser war bisher für Parkerlebnisse und Disneys Innovationsentwicklung zuständig. Ab sofort ist White aber für den Bereich „Next Generation Storytelling“ verantwortlich. Bereits letztes Jahr hatte Chapek erklärt, dass mit dem Metaversum die „nächste große Generation des Geschichtenerzählens“ anbricht. Deshalb will Disney also sein Know-How aus der Produktion von aufwendigen Unterhaltungsformaten in das Metaversum übertragen.

Erster VR-Simulator

Durch die Technik des Metaversums könnte Disney viele Versionen der bestehenden Themenparks digital nachbauen. Durch einen neu patentierten VR-Simulator namens „Virtual World Simulator“ soll es Besuchern bald möglich sein, 3D-Elemente in Themenparks zu erleben. Mithilfe eines Handgeräts soll der Standort der Besucher erfasst werden und passende Grafiken auf 3D-Oberflächen projiziert werden. Zumindest dann, wenn sich Besucher in der Nähe befinden. Im Star Wars Hit „The Mandalorian” hat Disney zudem VR-Technologie eingesetzt, um digitale 3D-Szenen darzustellen. Mit den eigenen Parks und zahlreichen Film- und Markenrechten hat Disney eine starke Marke in der gegenwärtigen Welt. Für Chapek liegt das Ziel darin, die digitale und physikalische Welt näher zueinander zu bringen. Und zwar in allen Unterhaltungsformaten, die Disney bietet.

Erlebnisse innerhalb und außerhalb der Parks

Der ehemalige Technologiechef der Disney-Parks, Tilak Mandadi, verfasste letztes Jahr einen Beitrag auf LinkedIn über die Vision des „Metaversum-Themenparks“. Für die Darstellung von Geschichten ergeben sich neue Ebenen, in der die physische und die digitale Welt verschmelzen sollen. Durch Wearables, Smartphones und digitale Zugangspunkte sollen Gäste zukünftig in das Metaversum eintauchen. Betont wird dabei, dass diese Erlebnisse dauerhaft sind und für Gäste innerhalb als auch außerhalb der Parks stattfinden.

Zentrale Plattform: Disney+

In einem Interview bei CNBC erklärte Chapek, dass der bisherige Streamingdienst Disney Plus dabei zu einer zentralen Plattform für die eigenen Vorstellungen über das Metaverse genutzt werden solle. Demnach soll die Möglichkeit geschaffen werden, Filme, Serien, wie auch ganze Themenparks in eine virtuelle Welt zu übertragen. Im Vergleich zu Meta & Co. muss Disney bis dahin aber noch deutlich aufholen. Chapekt gab im Zuge der ersten Pressekonferenz 2022 außerdem bekannt, dass sich Disney im Bereich des Metaverse auszeichnen werde. Dazu sei es wichtig, dass „die wir Fähigkeiten und die Art der Mitarbeiter, die wir für die Walt Disney Company gewinnen, weiter ausbauen, um unsere aggressive und ehrgeizige Technologieagenda widerzuspiegeln“.

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